"Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt erschaffen werden musste." (Theodor Heuss)

 

Wir freuen uns sehr, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, unsere Streunerhilfe-Susi&Strolch-Seite durchzublättern.

Viel Spaß beim Stöbern, Patenschaften übernehmen, Hundebilder genießen - und vielleicht finden ja einige Hunde durch Euch ein warmes Körbchen für ihr Leben.

Bitte habt Verständnis, dass wir alle ehrenamtlich die Tierschutzarbeit leisten und somit nicht immer gleich ans Telefon gehen können oder Eure Mails nicht sofort beantwortet werden. Wir geben uns aber größte Mühe, immer zeitnah zu reagieren.

Euer Susi&Strolch-Team

Hier findet Ihr immer Hinweise zu unseren Neuigkeiten, bitte besucht uns auch auf FB und Instagram

 

Im Mai 2019 Spendenaufruf für Noas Augen- OP

 

 

 

 April 2019:  Alles braucht seine Zeit...

Nachdenkliches

Nichts mehr als die Tierschutzarbeit hat uns gelehrt, uns über das Thema Zeit Gedanken zu machen. Wobei wir ja bei all den Ansprüchen, die das tägliche Leben an uns stellt – eigentlich – kaum mehr Zeit haben darüber nachzudenken. Denn wir alle müssen funktionieren, und die Tiere natürlich auch!

Als Daniela, Alex  das erste mal SOS besuchten, haben wir bei dem Besuch der Tierhäuser immer wieder gehört: dieser Hund braucht Zeit, er muss ankommen, neben der intensiven tierärztlichen Behandlung Selbstheilungskräfte entwickeln, wieder lernen an sich zu glauben. Wichtig ist dabei, dass auch wir Menschen an ihn glauben!

Wir erinnern uns noch allzugut an AMEDEO, einen Jagdhund, der einen so harten Schlag auf den Rücken bekommen hat, dass er nicht mehr laufen konnte. Sämtliche Untersuchungen halfen nichts. Helga meinte damals, wir geben ihm Zeit seine eigenen Kräfte wiederzufinden und aus ihnen zu schöpfen. Ganz ehrlich, wir haben nicht daran geglaubt….

Nun, zwei Jahre später, läuft Amedeo wieder, ab und an schleift ein Hinterbeinchen noch, der Rücken ist etwas krumm, aber beim Gassi überholt er gerne seine Tierhauskumpels und gibt richtig Gas!

-          ALLES BRAUCHT SEINE ZEIT-

ELSA ist im Spätsommer 2018 bei SOS angekommen. Ein Häufchen Elend, wir haben sie in der Ecke kauernd in einem der Holzhäuschenn am Haupthaus Cupilloni kennengelernt. Ihre Augen waren voller Angst vor allem. Ein jahrelanges Leben im Canile, eingepfercht auf wenigen Quadratmetern auf Beton haben sie so werden lassen. Im Frühjahr ist sie an ein kleineres Tierhaus von SOS gezogen, hier kann sie sich frei bewegen und selbst entscheiden, wann sie sich uns Menschen und den Hunde- und Katzenfreunden anschliesst und wann sie ihren Rückzug braucht. Bei unserem Besuch am Tierhaus im April waren wir baff – eine ausgelassene Elsa, die mit ihren Freunden Manni und Dea über die grünen Felder jagt und spielt, eine Elsa die neben uns beim Gassi ganz nah läuft und den Kontakt sucht….

 

-          ALLES BRAUCHT SEINE ZEIT –

Auch Tierkinder die wir vermittelt haben, wie Marley, Muffi, Victoria und einige andere haben noch auf ihren Pflegestellen oder auch Lebensplätzen Zeit gebraucht. Um anzukommen, Vertrauen fassen zu können, medizinisch behandelt werden zu können, ihre Menschen zu finden die sie so nehmen wie sie sind. Aber auch sie haben es geschafft, wir haben ihnen Zeit gegeben…

-          ALLES BRAUCHT SEINE ZEIT –

Leider gibt es aber auch den Spruch den wir alle kennen und ich mag ihn eigentlich nicht wirklich, aber ist er wahr : ZEIT IST GELD!

Und nun seit Ihr gefragt, die Menschen, die kurz Innegehalten und sich die Zeit genommen haben diesen kleinen Artikel zu lesen. Auch dass ist selten geworden, leben wir doch in einer Zeit von Instagram, FB und Twitter.

Denn Euch brauchen wir Tierschützer, Eure Unterstützung, Euer Verständnis, Eure Liebe zu den Tieren und Eure Hilfe – um genau diesen Tieren weiterhin eine Chance zu geben auf ein besseres, geliebtes Leben!

DER EINE WARTET; DASS DIE ZEIT SICH WANDELT;

DER ANDERE PACKT SIE AN UND HANDELT.

(Dante Alighieri)

 

  März 2019:  Die letzten zwei Monate waren wir ganz schön eingespannt

Nachdem wir erfahren haben, dass in "unser" Tierhaus  SOS Animali in der Toskana der WDR kommen wird, waren wir selbst ganz aufgergt.

Bei den Dreharbeiten waren wir untersützend dabei, und ganz ehrlich - es war mega anstrengend für alle Betieligten und insbesondere für die Tiere. Aber auch für alle Mitarbeiter, denn der Tagesablauf musste ganz schön umgestellt werden, damit alle Dreh-Wünsche erfüllt werden konnten. SChliesslich wurden zwei Fellnasen Auserchoren, die in den Fernsehen durften - Lily und Alba. Die zwei Mäuse würden aber zuerst auf unsere Pflegestellen kommen, wir haben sie also eingepackt. Auf den Pflegestellen sind sie wie immer gut angekommen, langsam aufgenommen worden - und es viel schwer, aber wir mussten sie dann nach Aachen bringen ( fast so eine weite Fahrt wie in die Toskana). Irgendwie haben wir da auch gemerkt, wie schwierig es ist die "eigenen Kinder " ziehen zu lassen, nicht wie sonst auf ihre Lebensplätze, sondern auf eine weitere Station.

Beide haben innerhalb kürzester Zeit einen Platz gefunden, nachdem sie in einer Kurzvorstellung im TV waren und vorgestellt wurden. Hm, da haben wir angefangen zu überlegen. Warum lassen wir die Hunde erstmal eine Woche ankommen um sie kennenzulernen, machmal sogar länger... grübeln welcher Platz am besten passen könnte und machen uns so viele Gedanken. Übertreiben wir da, ist unser Blickzu  streng?, Oder fragen  - wennn  ein Hund im TV war - die "Besseren" Interessenten an?

Wir haben das Rätsel bis jetzt nicht gelöst, und haben beschlossen alles zu machen wie bisher, um die Hunde nach Bestem Wissen und Gewissen zu vermitteln, egal wie es andere machen...

Dennoch freuen wir uns sehr, auf den ausfürlichen Bericht beim WDR-TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE, am 09. Juni um 18.15 h, denn die Tiere haben es verdient zu kleinen/großen Stars zu werden, nachdem sie in ihrem bisherigen Leben ungewollt waren. Und wir hoffen auf Unterstüzter, Paten, Spender und einfach Menschen, die bewusst auf das Tierleid aufmerksam werden und helfen!

 

Ein zweiter Einschnitt war für uns der Besuch in einem italienischen Canile, 200 Hunde im Zwinger eingepfercht, ohne Körbe, ohne Decken, ohne Freilauf - und - ohne gesehen zu werden. Das Tierhaus liegt im Niemandsland, nicht ausgeschildert, keiner wird sie finden!

Und es war noch ein gutes Tierheim!!! Da es jeden Tag gereinigt wird. Puh ganz ehrlich, da sind die Tränen geflossen, es ging nicht anders. WIR MÜSSEN WEITERMACHEN!

Ihr seht, die letzten zwei Monate sind uns ganz schön an unsere Gefühle gegangen, neben Spenden und Vermittlungsfahrten war einiges los. Zum Glück haben wir uns und euch, die ihr uns helft und untersützt, um  die Trauer, Wut und die Hilflosigkeit gemeinsam auszuhalten nicht überall helfen zu können.

Euer Susi&Strolch Team

 

 Januar 2019:  Der Januar verging wie im Fluge..

Nachdem wir mitte Dezember unsere letzte Fahrt hatten, ist erstmal etwas Ruhe eingekehrt. Die Pflegis durften bis nach Weihnachten erstmal ankommen, da wir um die Weihnachtszeit nicht vermitteln. Wobei Susanna heute bei Rita und Stefan ausgezogen ist, und auch für Pina, die letztes Jahr eines unserer größten Sorgenkinder warist nun endlich auch ein Lebensplatz in Sicht ist.

Da wir aber täglich die Notfälle aus Italien gemeldet bekommen haben, Welpen die in den Abruzzen in den Bergen erfrieren, Hunde die krank und halb verhungert auf der Strasse leben, sind wir immer am machen und tun. Oft können sich doch eher  diejenigen glücklich schätzen, die von Nachbarn, Tierfreunden wenigstens gefüttert werden  - denn ist der Hund erstmal im Canile, dann ist es umso schwieriger ihn da wieder herauszuholen. Viele darben ungesehen vor sich hin, über Jahre. Das bricht uns das Herz!

So haben Daniela und ich kurzerhand entschlossen mitte Januar 8 Fellnasen entgegenzunehmen, denn dann sind bei SOS wieder 8 Plätze frei... für arme Seelen.

Daneben ist der Jahresabschluss gelaufen und Dank und EUCH konnten wir auch Hunde zum Aufpäppeln in 2018 auf Pflegestellen nehmen und die Tieratzkosten stemmen, denn für einige ist zum Genesen ein Tierhaus nicht der richtige Ort, und so dürfen sie es in unseren Pflegestellen tun und dann ein Zuhause finden. So kommt es auch vor, dass einige Fellnasen länger brauchten um ein neues Zuhause zu finden - aber alle haben es geschafft.

Wir arbeiten übrigens gerade an den letzten Spendenquittungen, danke für Eure Geduld, aber es muss eben allen neben unserem Alltag laufen...

"Wir sind Dankbar und fühlen Demut, denn nichts ist selbstverständlich"

 

 

 

 

 

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